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Getreideernte bei Zillertal Bier bleibt trotz Wetterextremen stabil

Rund 400 Tonnen Gerste und Weizen haben rund 50 Tiroler Landwirte 2026 für Zillertal Bier geerntet. Trotz Spätfrost und sommerlicher Trockenphasen konnte auf rund 90 Hektar ein durchschnittlicher Ertrag erzielt werden. Für die beteiligten Betriebe ist die regionale Partnerschaft mit der Brauerei auch wirtschaftlich relevant.

Die Getreideernte für Zillertal Bier ist abgeschlossen. Rund 50 Tiroler Landwirtinnen und Landwirte bauten heuer auf etwa 90 Hektar Gerste und Weizen für die Familienbrauerei aus Zell am Ziller an. Insgesamt wurden rund 400 Tonnen Getreide geliefert.

Das Anbaujahr war dabei von schwierigen Witterungsbedingungen geprägt. Spätfrost im Frühjahr und längere Trockenphasen im Sommer stellten die Kulturen vor Herausforderungen. Dennoch konnte ein durchschnittlicher Getreideertrag erreicht werden.

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Boden und Fruchtfolge als wichtige Faktoren

Eine zentrale Rolle in der Zusammenarbeit zwischen Brauerei und Landwirtschaft übernimmt Anbaukoordinator Martin Schöpf. Er begleitet die Betriebe während der Anbausaison, empfiehlt geeignete Sorten, stimmt die Fruchtfolge ab und unterstützt bei der Entscheidung über notwendige Maßnahmen – von der Unkrautregulierung und Bodenbelüftung durch Striegeln bis zum passenden Erntezeitpunkt.

„Wir können Frost und Trockenheit nicht verhindern, aber wir können den Boden so gesund halten, dass er mit Wetterextremen besser umgeht“, erklärt Schöpf.

Gerade angesichts zunehmender Wetterextreme gewinnt damit die Bodenbewirtschaftung an Bedeutung. Durch abgestimmte Fruchtfolgen sowie einen regulierten Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln soll die Widerstandsfähigkeit der Kulturen verbessert werden. Besonders erfolgreich war der Anbau laut Zillertal Bier in den Bezirken Innsbruck und Innsbruck-Land sowie im Wipptal und Ötztal.

Seit 2013 Getreide aus Tirol

Zillertal Bier setzt bereits seit 2013 auf den Anbau von Getreide in Tirol. Ausgangspunkt war unter anderem der Anbau der Tiroler Imperial Gerste, einer alten autochthonen Getreidesorte.

Für die beteiligten Landwirtschaftsbetriebe bietet die Zusammenarbeit eine verlässliche Abnahme ihrer Ernte. Zillertal Bier vergütet die regionalen Rohstoffe nach eigenen Angaben zu einem Preis, der deutlich über dem Marktpreis liegt. Damit sollen für die Landwirte planbare Erlöse geschaffen und regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden.

„Ohne unsere landwirtschaftlichen Partnerbetriebe gäbe es keine Biere aus 100 % Tiroler Getreide“, sagt Zillertal-Bier-Geschäftsführer Martin Lechner. Aus dem heimischen Getreide entstehen unter anderem Tyroler Zwickl, Weißbier Hell, Weißbier Dunkel und Tyroler Hell sowie mehrere Spezialbiere.

Regionale Wertschöpfung im Fokus

Für die Brauerei ist die Zusammenarbeit mit den Tiroler Getreideproduzenten Teil einer möglichst regionalen Wertschöpfungskette. Kurze Wege und die Abnahme heimischer Rohstoffe sollen dabei Landwirtschaft und regionale Dienstleister gleichermaßen einbinden.

Für die Landwirte wiederum schafft die Kooperation neben der Abnahme einen zusätzlichen Absatzweg für ihre Ernte. Gerade in Jahren mit schwierigen Witterungsbedingungen zeigt sich, welche Bedeutung langfristige Partnerschaften zwischen Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung haben können.

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