Einen Tag vor dem Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung präsentierte Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Totschnig aktuelle Daten zu Lebensmittelabfällen in Österreich. Jährlich fallen rund 1,18 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, wovon über 568.000 Tonnen als vermeidbar gelten. Während die Abfallmengen in Haushalten und im Handel gesunken sind, verzeichneten die Be- und Verarbeitung sowie der Außer-Haus-Konsum Zuwächse. In privaten Haushalten landen pro Person jährlich rund 37 Kilogramm genießbare Lebensmittel im Müll, was einem Wert von etwa 400 Euro entspricht. Für Direktvermarkter und Betreiber von Hofläden unterstreichen diese Zahlen die Dringlichkeit, das Bewusstsein der Konsumenten für den Wert regionaler Erzeugnisse gezielt zu stärken.
Bäuerliche Arbeit und Wertschätzung im Mittelpunkt
Mit der neuen Bewusstseinskampagne „Mach’s wie Oma: Rette Lebensmittel!“ setzt das Ministerium unter dem Dach der Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ auf Information ohne erhobenen Zeigefinger. Die Aktion spricht vor allem 18- bis 30-Jährige an und vermittelt mit Humor sowie Nostalgie praktisches Alltagswissen. Im Zentrum stehen vier Handlungsfelder: vorausschauende Einkaufsplanung, richtige Lagerung, Verwertung von Resten und das korrekte Verständnis des Mindesthaltbarkeitsdatums. Minister Norbert Totschnig betont, dass Lebensmittel auf den Teller gehören und das Retten von Speisen die Arbeit der Bauern würdigt.
Impulse für Hofläden und Direktvermarkter
Auch führende Handelsunternehmen wie SPAR, REWE, HOFER und Lidl unterstützen die bundesweite Initiative durch verschiedene Maßnahmen zur Vermeidung von Überschüssen. Dazu gehören KI-gestützte Bestellsysteme, vergünstigte Abverkäufe von Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern sowie Spenden an Sozialorganisationen. Für Hofläden, Wochenmärkte und Direktvermarkter bietet die Kampagne wertvolle Anknüpfungspunkte, um Kunden gezielt über Haltbarkeit, Lagerung und den unschätzbaren Wert frischer, heimischer Erzeugnisse aufzuklären. Der achtsame Umgang mit Lebensmitteln schont nicht nur die Umwelt, sondern stärkt direkt die regionale Landwirtschaft.
KI korrigiert