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Schmetterlinge zählen – für die Natur und für die Forschung

Der Naturschutzbund und das Umweltbundesamt (UBA) rufen zum Schmetterlingsschutz auf. Schmetterlinge sind nicht nur optisch eine Bereicherung, sondern spielen auch eine unverzichtbare Rolle in unserem Ökosystem. Viele Arten sind jedoch bedroht. Um sie wirksam zu schützen, ist die Mithilfe bei der Erstellung der neuen „Roten Liste der Tagfalter Österreichs“ gefragt.

Schmetterlinge: Unverzichtbar für funktionierende Ökosysteme

Erwachsene Schmetterlinge sind wertvolle Bestäuber zahlreicher Wildpflanzen. Mit ihrem langen Saugrüssel erreichen sie Blüten, die für andere Bestäuber oft unzugänglich sind, und tragen so zur Fortpflanzung vieler Pflanzenarten bei. Gleichzeitig sind Schmetterlinge und ihre Raupen eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Eidechsen, Spinnen und andere Tiere. Sie verbinden verschiedene Ebenen des Nahrungsnetzes und tragen wesentlich zur Artenvielfalt und Stabilität von Wiesen, Wäldern und Feuchtlebensräumen bei.

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Lebensräume schwinden – eine Krise für die Tagfalter

Die größte Gefahr für heimische Schmetterlinge ist der Verlust geeigneter Lebensräume. Intensive Landwirtschaft, häufiges Mähen, der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, die Verbauung von Flächen sowie die Entwässerung von Mooren und Feuchtgebieten lassen artenreiche Landschaften schwinden. Der Klimawandel verschärft die Krise zusätzlich durch verschobene Jahreszeiten, extreme Trockenphasen und heftige Wetterereignisse. Das fein abgestimmte Zusammenspiel in der Natur gerät aus dem Gleichgewicht.

Artenschutz beginnt mit Wissen: Die Rote Liste der Tagfalter

Um Schmetterlinge wirksam schützen zu können, sind aktuelle Informationen über deren Verbreitung und Gefährdungsstatus unerlässlich. Eine neue „Rote Liste der Tagfalter Österreichs“ dokumentiert, welche Arten gefährdet sind, wo sie vorkommen und wie sich ihre Bestände entwickeln. Sie bildet eine unverzichtbare Grundlage für Naturschutzmaßnahmen, wissenschaftliche Forschung und politische Entscheidungen. Da sich Verbreitungsgebiete und Bestände ständig ändern, müssen Rote Listen regelmäßig aktualisiert werden.

Jetzt mitwirken bei der „Roten Liste der Tagfalter Österreichs“ NEU!

Naturschutzbund und UBA laden alle Naturinteressierten ein, Schmetterlinge zu fotografieren und die Sichtung auf www.naturbeobachtung.at oder der gleichnamigen App zu teilen. Die Funde werden von Experten geprüft und gemeinsam mit dem UBA für die Erstellung der neuen Roten Liste ausgewertet. Jede Beobachtung liefert wertvolle Daten und hilft dabei, die Verbreitung heimischer Schmetterlinge besser zu verstehen und wirksame Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Gemeinsam für den Schutz unserer flatternden Freunde

Die Mithilfe der Bevölkerung ist entscheidend, um ein möglichst genaues Bild der Situation heimischer Schmetterlinge zu zeichnen. Durch das Engagement jedes Einzelnen kann ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden Insekten und damit zur Stabilität unserer Ökosysteme geleistet werden. Spenden an den Naturschutzbund sind steuerlich absetzbar und unterstützen diese wichtigen Projekte.

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