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SalzburgMilch erhöht Milchpreis und hält an Bio-Futter fest

SalzburgMilch hält trotz Dürre und angespannter Kostensituation an seinen Bio-Vorgaben fest. Gleichzeitig erhöht das Unternehmen ab September 2026 den Auszahlungspreis für alle Milchsorten um bis zu 2,82 Cent je Kilogramm.

Die anhaltende Trockenheit in weiten Teilen des Milchsammelgebiets stellt viele Milchviehbetriebe vor zusätzliche Herausforderungen. SalzburgMilch reagiert darauf mit einer Anhebung des Milchpreises, hält bei Biomilch aber weiterhin an den bestehenden Qualitätsvorgaben fest.

Für Biomilch der SalzburgMilch darf weiterhin ausschließlich Futter aus biologischem Anbau eingesetzt werden. Eine behördlich mögliche Ausnahme für konventionelles Grundfutter nimmt das Unternehmen im eigenen Qualitätsprogramm nicht in Anspruch.

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Bio-Standards bleiben unverändert

Die Biomilch-Lieferbetriebe der SalzburgMilch sind entweder Naturland-zertifiziert oder erfüllen die Anforderungen spezieller Qualitätsprogramme von Handelspartnern wie ja! Natürlich oder Zurück zum Ursprung.

Auch unter schwierigen Rahmenbedingungen sollen diese Standards nicht aufgeweicht werden. Geschäftsführer Andreas Gasteiger verweist dabei auf die besondere Struktur des Unternehmens: Die bäuerlichen Lieferbetriebe sind zugleich Eigentümer der SalzburgMilch.

„Wir wissen, welche Belastung die Dürre für sie darstellt, besonders in Zeiten einer angespannten Milchpreissituation und stark gestiegenen Kosten“, erklärt Gasteiger. Gleichzeitig müsse ein Premium- und Bio-Versprechen auch in Krisenzeiten verlässlich bleiben.

Bis zu 2,82 Cent mehr je Kilogramm Milch

Um die zusätzlichen Kosten für den notwendigen Grundfutterzukauf abzufedern, erhöht SalzburgMilch den Auszahlungspreis für alle Milchsorten ab September 2026 um bis zu 2,82 Cent je Kilogramm.

Damit reagiert das Unternehmen unmittelbar auf die wirtschaftliche Belastung seiner Lieferbetriebe. Für die bäuerlichen Eigentümer soll die Preisanhebung helfen, gestiegene Futterkosten zumindest teilweise auszugleichen.

Robert Leitner, Obmann der Salzburger Alpenmilch Genossenschaft, macht zugleich deutlich, dass die höheren Erzeugerpreise Auswirkungen entlang der Wertschöpfungskette haben werden. „Eine solche Anhebung der Erzeugerpreise wird im Herbst auch eine Preiserhöhung gegenüber dem Handel zur Folge haben müssen“, erklärt Leitner.

Größter Biomilchverarbeiter Mitteleuropas

Mit der geplanten Verschmelzung mit Pinzgau Milch wächst die Bedeutung des Unternehmens weiter. Ab 1. Oktober 2026 soll SalzburgMilch zum größten Biomilchverarbeiter Mitteleuropas werden.

Damit steigt auch die Verantwortung gegenüber den bäuerlichen Betrieben, Handelspartnern und Konsumenten. Besonders im Premium- und Biosegment sowie im Exportmarkt Deutschland will SalzburgMilch weiterhin auf klar definierte Qualitätsstandards setzen.

Für die Milchbauern bleibt damit vor allem die Frage entscheidend, wie sich höhere Produktionskosten, Futterzukauf und Auszahlungspreise in den kommenden Monaten entwickeln. Die angekündigte Preiserhöhung ist dabei ein erstes Signal zur Entlastung der Betriebe.

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