Am österreichischen Schlachtrindermarkt setzt sich die positive Preisentwicklung fort. Ein durchschnittliches Angebot bei Jungstieren trifft auf eine gute Nachfrage aus Lebensmittelhandel und Großhandel. Entsprechend wurden die Notierungen für die aktuelle Woche erneut angehoben. Besonders gefragt sind Tiere aus Qualitätsprogrammen.
Inland stützt den Markt
Die aktuelle Preisentwicklung wird vor allem vom österreichischen Markt getragen. Während der Absatz im Inland gut läuft, gestaltet sich das Exportgeschäft zunehmend schwieriger. Vor allem Anbieter aus Polen treten auf internationalen Märkten mit niedrigeren Preisen auf und erhöhen damit den Wettbewerbsdruck.
Für Jungstiere der Handelsklasse R2/3 nennt die Landwirtschaftskammer für die laufende Woche einen Basispreis von 6,09 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht netto. Bei Kalbinnen liegt die Preiserwartung bei 5,98 Euro, bei Kühen bei 4,26 Euro. Schlachtkälber erreichen 8,75 Euro je Kilogramm. Qualitäts- und Mengenzuschläge sind in diesen Basispreisen noch nicht berücksichtigt.
Weniger Kühe am Markt
Auch bei Schlachtkühen zeigt sich der Markt freundlich. Das Angebot liegt derzeit unter dem üblichen Niveau, während die Nachfrage zufriedenstellend bleibt. Saisonbedingt könnten die verfügbaren Mengen in den westlichen Bundesländern allerdings wieder etwas steigen.
Die jüngsten AMA-Daten bestätigen die Aufwärtsbewegung. In Kalenderwoche 37 legten die Auszahlungspreise in allen wichtigen Kategorien zu. Besonders kräftig fiel der Anstieg bei Schlachtkühen mit plus 23 Cent je Kilogramm aus. Jungstiere erreichten im Durchschnitt 6,32 Euro je Kilogramm.
Trotz der jüngsten Erholung liegen die Durchschnittspreise bei mehreren Kategorien weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres. Damit bleibt der Markt für Rinderhalter und Fleischwirtschaft angespannt, auch wenn die aktuelle Nachfrage für etwas Entlastung sorgt.
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