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Klimawandel verändert Österreichs Wasserhaushalt

Verdunstung steigt, Grundwasser sinkt

TitelbildBMLUK

Neue Zwischenergebnisse der BMLUK-Studie „Wasser im Klimawandel“ zeigen deutlich: Die Klimaerwärmung verändert den Wasserhaushalt in Österreich. Steigende Verdunstung, sinkende Grundwasserstände und die Folgen für Trinkwasserversorgung, Lebensmittelproduktion und Ökosysteme stehen im Fokus.

Studie bestätigt: Klimawandel erhöht Verdunstung

Die Studie, die im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) durchgeführt wird, zeigt, dass die Verdunstung in Österreich zwischen 1980 und 2010 um rund 80 Millimeter pro Jahr gestiegen ist – eine Zunahme von etwa 17 Prozent. Seit 2010 steigt die Verdunstung zwar langsamer, bleibt aber auf hohem Niveau.

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„Keine Entwarnung trotz langsamerer Zunahme“

„Dass die Verdunstung heute weniger stark zunimmt, bedeutet nicht, dass sich die Lage entspannt“, erklärt Dr. Klaus Haslinger, Hydroklimatologe bei GeoSphere Austria. „Die Böden sind zunehmend trockener, und durch rückläufige Sommerniederschläge steht weniger Wasser zur Verfügung, das verdunsten könnte.“

Grundwasserstände sinken – regionale Unterschiede

Die Studie zeigt auch einen markanten Rückgang der Grundwasserstände in den letzten zehn Jahren. Im Schnitt sanken diese um 30 bis 50 Zentimeter. Besonders betroffen sind Salzburg, Oberösterreich und Teile Kärntens. Auch die Niederwassermessungen in Flüssen bestätigen diese Entwicklung: Die Wassermengen sind in den letzten fünf bis zehn Jahren deutlich zurückgegangen.

Prognose: Weniger Niederschlag im Sommer

Für die kommenden Jahrzehnte wird mit tendenziell niedrigen Grundwasserständen gerechnet. Die Projektionen der Studie zeigen, dass bis zur Mitte des Jahrhunderts besonders im Sommer mit rückläufigen Niederschlagsmengen zu rechnen ist.

https://www.bmluk.gv.at/

Anpassungen in Land- und Forstwirtschaft nötig

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