Geflügel ist aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken und hat sich als modernes Alltagsprotein etabliert. Besonders das Hühnerfleisch legt ordentlich zu und wird zum echten Zugpferd im österreichischen Fleischmarkt. Das zeigen die aktuellen RollAMA-Daten pünktlich zum Tag des Geflügels am 19. März ganz klar.
Hühnerfleisch: Der Star im Kühlregal
Im Jahr 2025 wurden insgesamt über 40.591 Tonnen Geflügelfleisch im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel eingekauft – ein Wert von fast 390 Millionen Euro. Dabei sticht das Hühnerfleisch besonders hervor: Die Einkaufsmenge stieg um satte 4,8 Prozent, der Umsatz sogar um 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr! Damit hat Hühnerfleisch mittlerweile einen Marktanteil von über 30 Prozent am gesamten Fleischmarkt. Beeindruckend ist auch die Käuferreichweite: Über 80 Prozent der Haushalte haben 2025 mindestens einmal zu Hühnerfleisch gegriffen.
Christina Mutenthaler-Sipek von der AMA-Marketing bringt es auf den Punkt: „Geflügel passt perfekt zu den aktuellen Ernährungstrends. Viele Konsumenten suchen proteinreiche und alltagstaugliche Produkte – und genau das liefert unser Geflügelfleisch: vielseitig, schnell zubereitet und voller hochwertigem Eiweiß.“
Putenfleisch: Hohe Standards – bewusste Entscheidung gefragt
Beim Putenfleisch zeigt sich ein etwas anderes Bild: Die Einkaufsmenge ging zwar um 7,4 Prozent zurück, der Umsatz stieg aber um 1,8 Prozent. Putenfleisch hält damit rund 8 Prozent Marktanteil, und fast jeder zweite Haushalt kaufte 2025 Putenfleisch.
Der Grund für diese Entwicklung liegt in unseren besonders hohen Produktionsstandards in Österreich. Die heimische Putenhaltung zählt zu den strengsten in der EU, was sich natürlich auch im Preis widerspiegelt. Damit wir diese hohen Standards auch in Zukunft halten können, braucht es die bewusste Kaufentscheidung unserer Konsumenten.
„Gerade bei Geflügel ist die Herkunft für viele Konsumenten ein wichtiges Kriterium“, so Mutenthaler-Sipek weiter. „Mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel ist die österreichische Herkunft klar nachvollziehbar und die Qualität streng kontrolliert. Wer bewusst zu Geflügel mit dem AMA-Gütesiegel greift – besonders bei der Pute – unterstützt damit unsere hohen Produktionsstandards.“
Selbstversorgung und Konsumverhalten: Herkunft und Preis im Blick
Österreich konnte den Selbstversorgungsgrad bei Geflügel 2024 auf 74 Prozent steigern. Beim Hühnerfleisch sind wir stabil bei 81 Prozent, bei der Pute wieder über 50 Prozent. Trotzdem bleiben wir auf Importe angewiesen.
Konsumenten achten neben Preis und Alltagstauglichkeit immer mehr auf Herkunft und Produktionsweise. Der Bio-Anteil bei Hühnerfleisch liegt bei 10,2 Prozent, bei Putenfleisch bei 1,5 Prozent. Doch das Preisbewusstsein bleibt hoch: Viele Käufe erfolgen im Rahmen von Aktionen, und Diskonter gewinnen weiter Marktanteile.





