Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Econmove zeigt eindrucksvoll, wie bedeutend die Forst- und Holzwirtschaft für die österreichische Wirtschaft ist. Das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk rund um Holz, inklusive vor- und nachgelagerter Branchen, erwirtschaftet jährlich über 43 Milliarden Euro. Das entspricht etwa zehn Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. Zudem sind rund 444.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit dem Rohstoff Holz verbunden – das ist jeder elfte Arbeitsplatz in Österreich.
Wald und Holz: Tradition trifft Innovation
Bundesminister Norbert Totschnig betont, dass Österreich als Wald- und Holzland eine lange Tradition besitzt. Die Forst- und Holzwirtschaft ist ein fester Bestandteil der heimischen Wirtschaft, der nicht nur Arbeitsplätze sichert, sondern auch durch Innovation und Nachhaltigkeit überzeugt. Für die Zukunft ist es wichtig, den begonnenen Waldumbau weiterzuführen, um die Wälder klimafit zu machen und den Rohstoff Holz nachhaltig zu nutzen.
Holz als Schlüssel für nachhaltiges Wachstum
Anna Kleissner, die Autorin der Studie, sieht großes Potenzial in Holz als nachhaltigem Werkstoff. Holz kann in ressourcenschonenden Bauweisen, Leichtbau und innovativen Recyclingkonzepten eine zentrale Rolle spielen. Mit den richtigen Rahmenbedingungen kann Holz künftig noch stärker zum Wirtschaftswachstum und Klimaschutz beitragen.
Strategische Bedeutung der Forstwirtschaft
Konrad Mylius von der Kooperationsplattform Forst Holz Papier hebt hervor, dass Holz als heimische Ressource Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und wirtschaftliche Stabilität vereint. Um die wirtschaftliche Unabhängigkeit Österreichs zu stärken, ist eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und langfristige Sicherung der Holzressourcen essenziell.
Rahmenbedingungen für die Holzwirtschaft verbessern
Markus Schmölzer, Vorsitzender der Österreichischen Sägeindustrie, unterstreicht die Notwendigkeit günstiger Rahmenbedingungen für die Branche. Dazu zählen wettbewerbsfähige Kosten bei Arbeit, Energie und Logistik sowie ein Abbau von bürokratischen Hürden, um das Potenzial der Forst- und Holzwirtschaft voll auszuschöpfen.
Forst- und Holzwirtschaft als Klimaschützer
Neben der wirtschaftlichen Bedeutung leistet die Branche auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Seit 1990 konnten durch nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holznutzung rund 900 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden. Gleichzeitig wächst der Holzvorrat in den heimischen Wäldern kontinuierlich, und Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität werden aktiv umgesetzt.





