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Geflügelwirtschaft trauert um Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann, einer der Wegbereiter der modernen österreichischen Legehennenhaltung, ist im 69. Lebensjahr verstorben. Mit seinem frühen Einsatz für Freilandhaltung, Tierwohl, Transparenz und bäuerliche Strukturen prägte er die Entwicklung der heimischen Eierproduktion über Jahrzehnte.

Die Geflügelwirtschaft Österreich trauert um Toni Hubmann. Der steirische Unternehmer und Geflügelhalter verstarb am 28. August im 69. Lebensjahr. Hubmann galt als einer jener Pioniere, die früh auf höhere Tierwohlstandards und transparente Produktionsbedingungen setzten.

Bereits Ende der 1980er-Jahre stellte er den elterlichen Geflügelbetrieb in Glein in der Steiermark von der damals noch weit verbreiteten Käfighaltung auf Freilandhaltung um. Mit „Toni’s Freilandeier“ machte er diese Haltungsform einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

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Freilandhaltung früh als Zukunftsmodell erkannt

Hubmann baute ein Netzwerk vor allem kleinerer bäuerlicher Familienbetriebe auf, die nach gemeinsamen Tierhaltungs- und Qualitätsstandards produzierten. Damit verband er höhere Tierwohlanforderungen mit einem Vermarktungsmodell, das den zusätzlichen Aufwand für die Betriebe sichtbar machen sollte.

Sein Ansatz war für die damalige Zeit bemerkenswert: Qualität, Tierwohl und bäuerliche Produktion sollten nicht nur höhere Standards erfüllen, sondern auch als Mehrwert gegenüber den Konsumenten kommuniziert werden.

Transparenz und Rückverfolgbarkeit im Fokus

Auch bei der Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit ging Hubmann früh neue Wege. Noch vor Einführung der verpflichtenden EU-weiten Einzeleikennzeichnung im Jahr 2004 setzte er auf eine direkte Kennzeichnung der Eier am landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieb.

Daneben beschäftigte er sich intensiv mit tiergerechter Stall- und Auslaufgestaltung sowie mit unabhängigen Kontrollen und nachvollziehbaren Tierwohlstandards. Später rückten auch Themen wie die Aufzucht männlicher Küken und die Haltung von Zweinutzungshühnern in seinen Fokus.

Wegbereiter für die Entwicklung der Branche

Österreich zählt heute bei Legehennenhaltung und Eierproduktion in den Bereichen Tierwohl, Umweltschutz und Transparenz zu den Vorreitern in Europa. Die konventionelle Käfighaltung wurde hierzulande bereits 2009 beendet.

Toni Hubmann gehörte zu jenen, die diese Entwicklung viele Jahre zuvor mit angestoßen hatten. Sein Wirken stand für die Überzeugung, dass höhere Tierwohlstandards, bäuerliche Landwirtschaft und wirtschaftlich erfolgreiche Vermarktung miteinander vereinbar sind.

„Mit Toni Hubmann verliert die österreichische Geflügelwirtschaft einen großen Pionier und Vordenker“, würdigt Markus Lukas, Obmann der Geflügelwirtschaft Österreich, sein Lebenswerk. Vieles, wofür die österreichische Eierproduktion heute stehe, habe Hubmann bereits vor Jahrzehnten vertreten.

Die Geflügelwirtschaft Österreich spricht seiner Familie und seinen Angehörigen ihr Mitgefühl aus und würdigt Hubmann als prägende Persönlichkeit der heimischen Eierbranche.

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