Die 1. Koreanisch-Bayerische Fleischerschule nahe Seoul hat erneut ihre hohen Qualitätsstandards unter Beweis gestellt. Bei der jüngsten Rezertifizierung durch die Stammschule in Landshut, orientiert an der DIN ISO 9001:2015, erhielt die Einrichtung Bestnoten und das Zertifikat für die kommenden drei Jahre. Seit 2017 adaptiert die Schule das deutsche Modell der Fleischerausbildung und Meisterprüfung in Südkorea und bildet sowohl Mitarbeitende als auch Lehrmethoden aus.
Führung und Expertise vor Ort
Schulleiter Dr. Daniel Yu, selbst Absolvent der Landshuter Fleischerschule, betont die Bedeutung dieser Auszeichnung: „Unsere Ausbildung folgt dem Landshuter Vorbild, und die Rezertifizierung bestätigt, dass dieses Konzept auch in Seoul greift und kontinuierlich weiterentwickelt wird.“ Die Schule bietet praxisnahe Kurse zur deutschen Wurst- und Schinkenherstellung und beliefert vier eigene Restaurants mit den gefertigten Produkten.
Die Zertifizierung wurde von einer rund 20-köpfigen Delegation begleitet, darunter Prof. DI Manfred Winkler, Fachlehrer Fritz Huber sowie Metzgermeister und Fleischsommeliers aus Deutschland, Österreich, Griechenland und China. Gemeinsam prüften sie Lehrpläne, Mitarbeitende und die Qualität der Produkte. Winkler leitete die abschließende Verkostung, um sicherzustellen, dass Geschmack und Handwerkskunst höchsten Ansprüchen genügen.
Länderübergreifender Austausch
Die feierliche Übergabe des Zertifikats erfolgte im Beisein von Jörn Beißert, Ständiger Vertreter des Wirtschaftsreferats der Deutschen Botschaft, sowie Landwirtschaftsreferentin Yea-Ji Min. Barbara Zinkl-Funk, Geschäftsführerin der 1. Bayerischen Fleischerschule, würdigte die Umsetzung der Landshuter Ausbildungs-DNA in Seoul: „Unsere Landshuter DNA wurde verstanden und wird mit Stolz gelebt.“
Die Rezertifizierung stärkt die Partnerschaft zwischen Deutschland und Südkorea im Bereich handwerklicher Ausbildung. Die Schule fungiert als Vorzeigemodell für hochwertige Fleisch- und Wurstwarenproduktion in Asien und demonstriert, wie traditionelles Handwerk und internationaler Wissenstransfer erfolgreich verbunden werden können.






