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ernte.dank.festival. am Heldenplatz

Direkte Verbindung vom Hof zum Markt: Am zweiten September-Wochenende brachte das ernte.dank.festival. des Ökosozialen Forums Österreich die heimische Landwirtschaft mitten auf den Wiener Heldenplatz.

Bereits zum dritten Mal entstand dort ein verlässlicher Ort des Austauschs zwischen produzierenden Betrieben, Wissenschaft, Wirtschaft, Tradition, Innovation und konsumierenden Gästen. Das Treffen machte anschaulich greifbar, wie viel Fachwissen, traditionelles Handwerk und harter täglicher Einsatz in rot-weiß-roten Erzeugnissen stecken. Bundeskanzler Christian Stocker und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig besuchten zahlreiche Stände vor Ort. Totschnig betonte, dass bäuerliche Familienbetriebe trotz Dürre, extremer Wetterlagen, steigender Betriebskosten und volatiler Märkte täglich die Versorgungssicherheit gewährleisten. Wer gezielt zu heimischen Produkten greift, stärkt die Existenz der Höfe und die regionale Wertschöpfung direkt am Markt.

Erntedank als Zeichen echter Wertschätzung

Präsident Stephan Pernkopf unterstrich, dass das Festival das Land gezielt in die Stadt holt, da beide Seiten maßgeblich von einer funktionierenden Agrarwirtschaft leben. Der Dürresommer verdeutlichte eindringlich, dass eine ertragreiche Ernte keineswegs selbstverständlich ist. Einen besonderen Schwerpunkt bildete im Internationalen Jahr der Bäuerin das Bäuerinnen-Dorf mit Trachtenschau und dem Vorarlberger Bäuerinnen-Chor. Zudem gaben Bäuerinnen aus Thailand und Uganda mit Kostproben, Weltkarte sowie anschaulichen Ländervergleichen spannende Einblicke in weltweite Voraussetzungen der Lebensmittelproduktion und die zentrale Rolle von Frauen auf den Höfen.

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Praktische Einblicke in die gesamte Erntekette

Neben abwechslungsreicher Musik von den Poxrucker Sisters, den Desperate Brasswives, den Original Woodstock Musikanten und Brassaranka zeigte der Forstwettkampfverein eindrucksvoll Präzision und Geschick. Eine Schau riesiger Traktoren demonstrierte mitten in Wien live die gesamte Erntekette von Erdäpfeln. An interaktiven Stationen luden Fachleute aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz zum Dialog ein, während regionale Spezialitäten sowie Weine und Bier aus Österreich mit allen Sinnen genossen wurden. Als Think-Tank erarbeitet das Ökosoziale Forum wissenschaftliche Empfehlungen für eine nachhaltige Umwelt-, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik.

https://oekosozial.at

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