Erfolgreiche Spezialmesse Direktvermarktung in Innsbruck

TitelbildLK Tirol

Die Spezialmesse Direktvermarktung in Innsbruck bot vom 13. bis 15. April 2026 wichtige Impulse, neue Lösungen und Raum zum Netzwerken für bäuerliche Betriebe. Rund 28 Fachaussteller präsentierten ihre Produktneuheiten in allen relevanten Bereichen – von der Verarbeitung bis zur Etikettierung. Zudem traf sich der Verband der Tiroler Direktvermarkter zur Generalversammlung.

Direktvermarktung: Bedeutung und Herausforderungen

Direktvermarktung ist für rund ein Viertel aller Tiroler Landwirtschaftsbetriebe von großer Bedeutung. Sie vermarkten ihre Produkte direkt an die Kund:innen und generieren so eine höhere Wertschöpfung. „Als Direktvermarktungsbetrieb muss man in vielen Bereichen Spezialist sein. Auch die einzuhaltenden rechtlichen Bestimmungen sind umfangreich, weshalb wir als Verband gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer den Bäuerinnen und Bauern als Anlauf- und Servicestelle zur Seite stehen“, erklärt Michael Jäger, Obmann der Tiroler Direktvermarkter.

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Die Messe zeigte deutlich, dass die Direktvermarktung boomt und die Bereitschaft zur stetigen Weiterentwicklung gegeben ist. Hannes Danzl, Obmannstellvertreter, ergänzt: „Wir sind mit dem Zustrom sehr zufrieden. Für 2027 ist die RegioAgrar Bayern für uns gesetzt.“

Mehr Praxis, weniger Bürokratie

Trotz der Bereitschaft, notwendige Vorgaben mitzutragen, sehen Funktionäre dringenden Entlastungsbedarf für Direktvermarkter: „Wir müssen eine Fülle an Auflagen einhalten – wenn dadurch Verbesserungen in Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit erzielt werden können, unterstützen wir dies. Allerdings schießen die Vorgaben oft über das Ziel hinaus und bringen überbordende Bürokratie sowie teils unverhältnismäßig hohe Strafen bei kleinsten Fehlern“, so Michael Jäger.

LK-Präsident Josef Hechenberger betont: „Lebensmittelproduktion findet im Stall, am Feld und in den Verarbeitungsräumen statt, nicht am Schreibtisch. Wir setzen uns dafür ein, dass Bäuerinnen und Bauern wieder mehr Zeit für ihre eigentlichen Arbeiten haben. Auch für die nächste GAP-Periode ist weniger Bürokratie ein wesentliches Ziel.“

Direktvermarktung stärkt Versorgungssicherheit

Michael Jäger weist zudem auf die wichtige Rolle der Direktvermarktungsbetriebe für die Versorgungssicherheit hin: „Abseits der klassischen Supermärkte bieten sie eine Fülle an hochwertigen Produkten, in Selbstbedienungsläden oder Automaten auch beinahe rund um die Uhr. Mit dem Kauf beim heimischen Direktvermarkter erhält man nicht nur hervorragende Lebensmittel, sondern leistet zugleich einen Beitrag, damit diese Strukturen, unsere Kulturlandschaft und die regionale Lebensmittelproduktion erhalten bleiben!“

https://tirol.lko.at

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