Zum Tag des Erdapfels am 18. September rückt die AMA-Marketing die Bedeutung der regionalen Produktion und bewusster Kaufentscheidungen in den Mittelpunkt. Gerade bei einem Grundnahrungsmittel wie dem Erdapfel zeigt sich aus Sicht der Organisation, wie wichtig eine stabile heimische Landwirtschaft für die Versorgungssicherheit ist.
Trockenheit drückt die Erträge
Das Jahr 2026 war für viele Erdäpfelbetriebe herausfordernd. Die Trockenheit im Sommer hat dazu geführt, dass die Knollen heuer teilweise kleiner ausfallen und mit geringeren Erträgen zu rechnen ist.
„Dieses Jahr hat die Landwirtschaft besonders gefordert“, sagt Erdäpfelbauer und AMA-Marketing-Aufsichtsratsvorsitzender Lorenz Mayr. Trotz der schwierigen Bedingungen sei die Qualität der Ernte hoch.
Der Lebensmitteleinzelhandel führt nach Angaben der AMA-Marketing flächendeckend AMA-Gütesiegel-Erdäpfel. Das Gütesiegel steht für geprüfte Qualität, nachvollziehbare Herkunft und unabhängige Kontrollen. Tragen dürfen es ausschließlich Speiseerdäpfel der Qualitätsklasse 1.
54 Kilogramm pro Kopf
Erdäpfel bleiben ein wichtiger Bestandteil des österreichischen Speiseplans. Im Jahr 2025 wurden durchschnittlich rund 54 Kilogramm pro Kopf konsumiert.
Für die bäuerlichen Betriebe ist damit nicht nur die Erntemenge entscheidend, sondern auch die Nachfrage nach heimischer Ware. Gerade in Jahren mit wetterbedingt niedrigeren Erträgen und steigenden Produktionskosten gewinnt die Herkunftskennzeichnung zusätzlich an Bedeutung.
77 Prozent der Anbaufläche in Niederösterreich
Der Schwerpunkt des österreichischen Erdäpfelanbaus liegt klar in Niederösterreich. Rund 77 Prozent der gesamten Anbaufläche befinden sich dort. Weitere bedeutende Anbauregionen liegen im Burgenland und in Oberösterreich.
Rund 20 Prozent der österreichischen Erdäpfelflächen werden biologisch bewirtschaftet.
2026 produzieren 1.071 Betriebe Speiseerdäpfel nach den Richtlinien des AMA-Gütesiegels. Zusammen bewirtschaften sie rund 10.800 Hektar. Unter den teilnehmenden Betrieben befinden sich 257 Biobetriebe.
Die heurige Saison zeigt damit einmal mehr, wie stark der Erdäpfelanbau von Niederschlag und Temperatur abhängig ist. Trotz geringerer Mengen bleibt die Qualität laut AMA-Marketing hoch – für die Betriebe wird nun entscheidend sein, wie sich Preise und Nachfrage im weiteren Saisonverlauf entwickeln.
KI korrigiert







