Im Naturschutzbund Österreich markiert dieser Herbst einen besonderen Wendepunkt. Nach 35 Jahren im Dienst der Natur zieht sich die langjährige Bundesgeschäftsführerin Birgit Mair-Markart in die Pension zurück. Bei der Generalversammlung erhielt sie das Goldene Ehrenzeichen des Naturschutzbundes, eine Auszeichnung, die die enorme Bedeutung ihres Wirkens unterstreicht.
Mair-Markart hat Generationen von Naturschützern begleitet, mobilisiert und vereint. Sie galt als beharrliche Stimme für Österreichs Natur, als jemand, der Verbindungen schuf und Vertrauen ausstrahlte. Mit ihrer Fähigkeit, schwierige Themen offen anzusprechen, ohne Dialogräume zu schließen, prägte sie die Rolle des Naturschutzbundes entscheidend. Ihr Wirken hat den Verband zu einer verlässlichen Institution gemacht, die sowohl in der Politik als auch in der Wissenschaft ernst genommen wird und deren Stimme in der breiten Gesellschaft Gewicht besitzt.
Eine neue Führung aus vertrauten Kreisen
Mit Gernot Neuwirth übernimmt ein Mann die Geschäftsführung, der den Naturschutzbund aus dem Effeff kennt. Seit 2004 arbeitet er im Verband und hat seither zahlreiche Projekte gestaltet. Besonders sichtbar ist seine Arbeit rund um naturbeobachtung.at. Die von ihm betreute Citizen Science Plattform wurde zu einer der führenden Instrumente im Bereich Biodiversität und öffnete vielen Menschen Wege, sich aktiv am Naturschutz zu beteiligen.
Neben seiner Rolle in der Wissenschaftskommunikation verantwortete Neuwirth die Bereiche Naturfreikauf und Fundraising. Durch diese Tätigkeiten gelang es ihm, die Sicherung wertvoller Lebensräume maßgeblich voranzutreiben. Der Biologe bringt damit nicht nur fachliche Expertise mit, sondern auch langjährige Erfahrung in der praktischen Umsetzung naturschutzrelevanter Projekte.
Der Blick nach vorn
Neuwirth beschreibt die Herausforderungen unmissverständlich: „Seit 112 Jahren kämpft der Naturschutzbund als gemeinnütziger und überparteilicher Verband für den Schutz der Biodiversität und den Erhalt unserer einzigartigen Naturlandschaften. Angesichts der Klimakrise und des Verlusts von Arten und Lebensräumen ist es heute notwendiger denn je, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Mit der Expertise und Erfahrung aus den eigenen Reihen, einem eingespielten Team sowie der Vernetzung mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus dem Naturschutzbereich wird es gelingen, die Rolle des Naturschutzbundes als Anwalt der Natur weiter zu stärken:“





