Die anhaltende Trockenheit hat vielen landwirtschaftlichen Betrieben zugesetzt. Geringere Erträge treffen auf weiterhin hohe Kosten für Diesel, Saatgut und Maschinen. BioPower mit Sitz in Krumbach reagiert darauf mit einer zusätzlichen Vergütung für seine bäuerlichen Lieferbetriebe.
Drei Euro zusätzlich je Tonne
Der Zuschlag beträgt drei Euro je tatsächlich gelieferter und abgerechneter Tonne Trockensubstanz. Er wird zusätzlich zum jeweils vereinbarten Grundpreis für den vertraglich festgelegten Rohstoff ausbezahlt und gilt für das Erntejahr 2027. Insgesamt stellt BioPower dafür rund 30.000 Euro zur Verfügung.
Nach Angaben des Unternehmens stammt das Geld vollständig aus dem eigenen Ergebnis. Öffentliche Fördermittel werden dafür nicht weitergegeben.
„Wir können unseren Bauernfamilien das Wetter nicht abnehmen. Aber wir können freiwillig etwas dazulegen und ihnen sagen: Auf uns könnt ihr euch verlassen – gerade dann, wenn es schwierig wird“, erklärt Geschäftsführer Robert Schweizer.
Langfristige Partnerschaften mit den Betrieben
Viele Landwirtschaftsbetriebe arbeiten laut BioPower bereits seit Jahrzehnten mit dem Unternehmen zusammen, teilweise über zwei Generationen hinweg. Der Zuschlag soll deshalb nicht nur einen finanziellen Ausgleich schaffen, sondern auch die langfristige Zusammenarbeit absichern.
„Unsere Bauernfamilien sind keine austauschbaren Lieferanten. Wir denken nicht bis zur nächsten Ernte, sondern über die nächsten Jahrzehnte“, sagt Geschäftsführer Andreas Blochberger. Weitere Möglichkeiten zur Unterstützung der Lieferbetriebe würden bereits geprüft.
Landwirtschaft als Teil der Energieproduktion
BioPower verarbeitet landwirtschaftliche Rohstoffe zu Energie und Dünger. Damit sind die bäuerlichen Lieferbetriebe unmittelbar in die regionale Wertschöpfungskette des Unternehmens eingebunden.
BioPower gehört zur niederösterreichischen Blochberger-Gruppe, die neben Biogas auch in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Speichertechnologie tätig ist. Die Unternehmensgruppe produziert nach eigenen Angaben regionalen Strom für mehr als 170.000 Menschen in Österreich.
Für die beteiligten Landwirte bringt das Modell neben einem zusätzlichen Absatzweg vor allem langfristige Lieferbeziehungen. Gerade nach einem schwierigen Erntejahr kann die zusätzliche Vergütung zumindest einen Teil der wirtschaftlichen Belastungen abfedern.
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