BIO AUSTRIA, Biokreis, Bioland, Demeter, Gäa und Naturland haben gemeinsam ein neues Qualitätssicherungssystem für Bio-Futterrohwaren entwickelt. Kern des Systems sind einheitliche Kriterien für Prüfung und Zulassung sowie ein gemeinsames Online-Portal für Anträge.
Für Futtermittelhersteller bedeutet das vor allem weniger Doppelarbeit. Rohwaren, die in Futtermitteln mehrerer Verbände eingesetzt werden, müssen künftig nicht mehr bei jedem Verband einzeln eingereicht werden.
Eine Prüfung, mehrere Anerkennungen
Die Rohware kann über das gemeinsame Portal eingereicht und auf die teilnehmenden Verbände aufgeteilt werden. Die Prüfung erfolgt durch einen Verband. Eine erteilte Zulassung wird grundsätzlich von allen beteiligten Verbänden anerkannt.
Damit sollen unterschiedliche oder widersprüchliche Zulassungsentscheidungen vermieden werden. Gleichzeitig soll das Verfahren schneller, transparenter und effizienter werden.
Die beteiligten Verbände betonen, dass die Vereinfachung nicht zulasten der Qualitätskontrolle gehen soll. Herkunft, Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Integrität der Lieferkette sollen weiterhin auf hohem Niveau abgesichert werden.
Relevant bei nicht verfügbarer Verbandsware
Das gemeinsame Rohwarenzulassungssystem kommt dann zum Einsatz, wenn Bio-Futterrohwaren nicht als originäre Verbandsware für das jeweilige Verbandsfuttermittel verfügbar sind.
Gerade für Futtermittelhersteller und landwirtschaftliche Betriebe mit Verbandsbindung kann das neue System damit praktische Vorteile bringen. Einheitliche Zulassungsverfahren reduzieren den administrativen Aufwand entlang der Lieferkette und schaffen klarere Rahmenbedingungen für den Einsatz bestimmter Rohwaren.
Bio-Allianz bündelt Kräfte im DACH-Raum
Das neue System ist eine Initiative der Bio-Allianz. Dabei handelt es sich um einen länderübergreifenden Zusammenschluss von elf Bio-Anbauverbänden aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz.
Zu den Mitgliedern zählen unter anderem BIO AUSTRIA, Bioland, Biokreis, Bioland Südtirol, Biolandwirtschaft Ennstal, Gäa, Demeter Österreich, Bio Suisse, Biopark, Verbund Ökohöfe und Ecoland. Ziel der Allianz ist es, die Zusammenarbeit in den Bereichen Rohwarenmanagement, Qualitätssicherung und Vermarktung weiterzuentwickeln.
Mit dem neuen System wird nun erstmals ein gemeinsamer Rahmen für die Zulassung von Bio-Futterrohwaren geschaffen, der über einzelne Verbandsgrenzen hinausgeht.
KI korrigiert







