Automatenshops im Aufwind: Rund-um-die-Uhr-Einkauf als Ergänzung zum Handel

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Leerstehende Geschäftsflächen, veränderte Konsumgewohnheiten und der Wunsch nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten verändern den Handel. Eine aktuelle Studie von Marketagent zeigt: Automatenshops – Geschäfte ohne Personal, in denen Produkte rund um die Uhr aus Automaten gekauft werden können – gewinnen in Österreich zunehmend an Bekanntheit und Akzeptanz.

Hohe Bekanntheit und wachsendes Interesse

77 Prozent der Österreicher nehmen eine Zunahme leerstehender Geschäfte wahr, 87 Prozent empfinden dies als besorgniserregend. Automatenshops sind vielen bereits ein Begriff: 93 Prozent haben davon gehört, 29 Prozent haben dort schon eingekauft. Besonders die Generation Z zeigt sich offen, mit 40 Prozent bisherigen Nutzern und 69 Prozent, die sich vorstellen können, künftig dort einzukaufen.

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Philipp Ostermann, Betreiber des Automatenshops snaccident, sieht darin eine moderne Ergänzung zum klassischen Einzelhandel: „Automatenshops ermöglichen unkomplizierte Nahversorgung rund um die Uhr und schaffen sinnvolle Nutzung für leerstehende Flächen.“

Vorteile und Kritik

Die größten Vorteile der Automatenshops sind die durchgehende Verfügbarkeit (64 %), praktische Nutzung im Notfall (61 %) und das Angebot regionaler Produkte (35 %). Weitere Pluspunkte sind Zeitersparnis und diskreter Einkauf.

Kritisch sehen Konsumenten Preisaufschläge (49 %), begrenzte Produktauswahl (44 %) und das Fehlen von Personal (43 %), was auch Arbeitsplatzverluste befürchten lässt.

Beliebte Produkte und bevorzugte Standorte

Am häufigsten werden Snacks/Süßigkeiten (54 %), alkoholfreie Getränke (52 %) und verpackte Lebensmittel (45 %) gekauft. Automatenshops werden besonders an Bahnhöfen/Haltestellen (54 %) und in ländlichen Regionen (52 %) als sinnvoll angesehen.

Ergänzung statt Ersatz

64 Prozent sehen Automatenshops als sinnvolle Ergänzung zum stationären Handel, 56 Prozent glauben, sie können Leerstände füllen und Straßen beleben. Gleichzeitig sprechen sich 48 Prozent für Einschränkungen in der Nacht oder in Wohngebieten aus.

Thomas Schwabl, Gründer von Marketagent, fasst zusammen:

„Automatenshops treffen einen Nerv unserer Zeit und bieten eine niederschwellige Möglichkeit, Flächen wieder zu nutzen und die Nahversorgung zu erweitern.“

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